d*form

Nomadic Furniture 3.0

Die nach wie vor wachsende Begeisterung für die kreativen Möglichkeiten und sinnlich erfahrbaren Aspekte des Selbermachens hat sich in den postindustriellen Gesellschaften1 nicht nur auf die Wiederentdeckung handwerklicher Arbeit ausgewirkt, sondern prägt das gegenwärtige Designgeschehen auch zunehmend durch eine Fusion von Produktion und Konsum. Als Breitenphänomen ist das ”Do It Yourself” indes eine widersprüchliche Modeerscheinung: Während einerseits die Befreiung von Konsumzwängen, Geschmacksdogmen und Gestaltungsnormen in Aussicht gestellt wird, werden angesichts der vielbeschworenen ökonomischen Krise neue Technologien, Produktionsweisen und Vertriebsstrategien auf ihre Marktkompatibilität erprobt. Die vorliegende Publikation – deren  Titel auf die legendären Nomadic Furniture-Handbücher der 1970er Jahre verweist – zeigt erstmals die Entwicklung des Moebelselbstbaus und bietet zahlreiche historische und aktuelle Bauanleitungen, die im design- und kulturhistorischen Kontext behandelt werden. Hier fragte bereits Marshall McLuhan: Woher kommt die DIY-Bewegung? Wer sind ihre Akteure? Wo und wie kommunizieren sie miteinander? Welche Rolle spielen Freiheit, Kreativität, Sinnlichkeit und Perfektion für das DIY?

An ever-growing enthusiasm for the creative possibilities and sensual aspects of making something with your own hands has not only led to a return to handcraft in post-industrial societies1, the inherent fusion of production and consumption also has a strong influence on contemporary design. However, the mass phenomenon of ”do it yourself” is a paradoxical trend: While it promises a step toward freedom from consumer constraints, dogmas of taste, and design norms, „innovative technologies“, production methods, and sales strategies are being evaluated for their market profitability, especially in light of the frequently invoked economic crisis. Inspired by the legendary Nomadic Furniture handbooks from the 1970s, this publication provides a unique focus on the evolution of DIY furniture and frames a range of historical and recent instruction manuals in a design history and sociocultural context. This was brought up by McLuhan in the early 70ies: What are the origins of the DIY movement? Who are its protagonists? Where and how do they interact with one another? How important are freedom, creativity, sensuality, and perfection to DIY?

Martina Fineder, Thomas Geisler, Sebastian Hackenschmidt:
Nomadic Furniture 3.0
Neues befreites Wohnen? New Liberated Living?

Gestaltung / Design: Andreas Pawlik und Juliane Sonntag

Erschienen bei :

niggli Verlag / Braun Publishing AG
Arenenbergstrasse 2
CH-8268 Salenstein

Beteiligte(r) Designer: Andreas Pawlik

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen